Athen- one city, never ending stories

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Zum ersten Mal verschlägt es mich nach Griechenland- einem spontanen Mädelstrip sei Dank! Athen und seine Geschichte kannte ich vorher nur von den lateinischen Texten, die ich in der Schule übersetzen musste- und tatsächlich sind viele der Bauwerke, die in den Büchern vorkamen, noch sehr gut erhalten. Aber seht selbst!


Anreise und Unterkunft

Mit Ryanair kommt man sehr günstig nach Athen und für ein langes Wochenende braucht man auch nur Handgepäck, sodass am Flughafen alles super schnell geht. Zweieinhalb Stunden nach dem Abheben in Deutschland ist man auch schon angekommen und mit der Metro ist man dann für 10€ und in circa einer Stunde mitten im Zentrum.

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Wir haben uns zu dritt ein Maisonette Apartment gebucht, das zwischen der Akropolis und dem Berg Likkavitos liegt. Im „Athens Toyroom View Apartment“ hat man die perfekte Ausgangslage für Erkundungen der Stadt und auf der Dachterasse außerdem eine fantastische Aussicht über Athen.


Stories to discover

Fast alle Sehenswürdigkeiten liegen in der Innenstadt und sind fußläufig erreichbar- die Fitnessapp freut sich hier also über 15.000-20.000 Schritte pro Tag und viele, viele Höhenmeter. Ein Auto ist rein gar nicht von Vorteil, da die Straßen sehr eng und auch immer sehr voll sind. Muss man längere Distanzen überbrücken, steigt man auf das gut ausgebaute und günstige Metro-Netz um (4,50€ für eine 24h-Karte).

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Es gibt viele große Plätze, beispielsweise den vor dem Königspalast, auf dem sich zu bestimmten Zeiten Scharen von Touristen wiederfinden, um die berühmte Wachablösung der Männer in traditioneller Kleidung anzuschauen oder auch Gassen mit Flohmärkten, an denen man aber lieber schnell vorbei gehen sollte, da die tollen Einzelstücke sicher nicht ins Handgepäck passen würden.

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Akropolis

Natürlich führt kein Weg an der Akropolis vorbei, die auf einem Berg mitten in der Stadt die anderen Gebäude überragt und die fast alle berühmten antiken Stätten in ihrem unmittelbaren Umkreis am Rande des Felsens vereint.

Das Nationaldenkmal ist das bekannteste Monument der griechischen Antike und wird heute von strikten Aufsehern mit schrillen Pfeifen bewacht, die sofort bemerken, wenn man unerlaubterweise den heiligen Marmor anfasst oder auch ein Sandwich auf heiligem Boden isst. Akropolis heißt übersetzt Hochstadt und ist nur von Westen her zugänglich, da der Fels zu den anderen drei Seiten steil abfällt. Überall an den Bauwerken sieht man Gerüste, da die Griechen ihren ganzen Stolz Idealbild gemäß restaurieren möchten- hierfür zahlt man den Eintrittspreis von 20€ dann auch etwas lieber.

Die Geschichte reicht tief. So wurde die Akropolis beispielsweise als Herrschersitz, Heiligtum für Gottheiten oder als Festung genutzt. Am eindrucksvollsten ist, genau wie in der Antike auch, das sich mittig auf dem Felsen befindliche Parthenon, dem zwar das Dach fehlt, aber das dennoch Macht ausstrahlt und eine beeindruckende Architektur aufweist.

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Dionysos-Theater

Am Fuße der Akropolis befindet sich ein in den Berghang gebautes Theater, dessen Besichtigung im Eintrittsgeld mit enthalten ist. Dennoch ein Unterschied zur früheren Zeit, in der es sogar noch Geld zum Theaterbesuch obendrauf gab.

Direkt daneben steht das prunkvolle Odeon des Herodes Atticus, ein Freilichttheater, in dem im Sommer Konzerte, Ballett oder Opern aufgeführt werden. Das Theater wurde aus dem Geld eines reichen Mannes finanziert, der dem Bauwerk seinen Namen gibt und der früher Erzieher der künftigen römischen Kaiser war. Endlich hat mal jemand verstanden, Pädagogen angemessen zu entlohnen!

Likkavitos
 | Lycabettus |Lykavittos

Ein weiterer Berg, den man unter vielen verschiedenen Namen findet und der das Stadtbild von Athen prägt, ist der 277m hohe Kalksteinfelsen Likkavitos. Der Legende nach hat die Göttin Athene diesen Berg auf die Erde fallen lassen, um einen Schutzwall vor der Akropolis zu errichten. Es führt eine unterirdische Standseilbahn (einfache Fahrt 5€) oder eine 30minütige Wanderung hinauf und der Ausblick, der an klaren Tagen bis zum Meer reicht, lohnt sich wirklich!

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Am besten nimmt man sich eine Flasche Wein mit hoch, sucht sich ein lauschiges Plätzchen und schaut sich den Sonnenuntergang an mit griiiiiechiiiischem Wein 🎶

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Plaka

Ein wunderschönes kleines Viertel in Athen ist die sogenannte Plaka. In dieser Fußgängerzone reihen sich Souvenirläden, Cafés, Tavernen und auch immer wieder antike Ruinen aneinander und laden zum Schlendern ein. Auch zu später Stunde einen Besuch wert, da die kleinen Straßen schön beleuchtet sind und auch viele Geschäfte noch bis spät in die Nacht geöffnet haben.

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Es gibt viele Gassen, die mit Wein oder Bouganvilles bewachsen sind und Schatten an heißen Sommertagen (oder Unterschlupf für kurze Regenschauer) spenden.

Auch finden sich viele Rooftop Bars hier wieder, bei denen sich ein Besuch mit Blick auf die Akropolis und ganz vielen Sonnenstrahlen lohnt. Mitten in der Plaka liegt beispielsweise „City Zen“, das besonders abends sehr beliebt bei den Griechen ist.

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Man bekommt an jeder Ecke eines der leckeren griechischen Spezialitäten wie souvlaki, moussaka, oder auch einen eiskalten Ouzo. Und das ganze zu super günstigen Preisen, die auch nach der Wirtschaftskrise nicht erhöht wurden. So bekommt man zum Beispiel Chicken Pita mit Pommes für 2-3€ oder leckere Eisspezialitäten für einen Euro. Immer begleitet von einer kostenlosen Flasche Wasser, die man keinesfalls ablehnen sollte, da es diesen Service sonst bald nicht mehr geben wird.

Brot und Fleisch passen einfach hervorragend zusammen und ich habe mal wieder bemerkt, wie sehr ich die griechische Küche mag.

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Ein besonders empfehlenswertes Restaurant ist das Blue Fish Restaurant, das sich auf Spezialitäten aus dem Meer fokussiert hat. Da auf unserer Bucketlist „Frischen Tintenfisch essen“ stand, haben wir uns dort einen Tisch reserviert.

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Wunderschönes Ambiente, nette Atmosphäre, aufmerksamer Service und eine offene Küche machen dieses Restaurant besonders. Neben dem Tintenfisch sind auch die Shrimps zu empfehlen und als Vorspeise sollte man sich die Tempura-Zucchini nicht entgehen lassen.

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Fun fact für zwischendurch: auch, wenn Muscheln auf der Karte stehen, so sollte man sie  im Mai nicht verzehren. Wie ich in diesem Urlaub gelernt habe, isst man Muscheln nur in Monaten, die ein „R“ im Namen tragen, also in den Wintermonaten von September bis April.

Warum ist das wohl so?

  1. Weil es nur in diesen Monaten erlaubt ist, nach Muscheln zu fischen, um den weltweiten Muschelbestand nicht zu gefährden.

  2. Weil es

 im Sommer vermehrt zur Algenblüte kommt, die Giftstoffe in den Muscheln hinterlassen können, wenn sie diese verzehren.

  3. Weil in den Wintermonaten die Kühlkette nicht unterbrochen wird und es daher unbedenklicher ist, Muscheln zu verzehren als im Sommer.

Antworten gerne kommentieren. Den Gewinner lade ich zu einer großen Portion Miesmuscheln ein!

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A day at the beach

Wir hatten, wie für Mai in Athen üblich, meist angenehme Temperaturen von 20-25 Grad und so hat auch ein Tag am Strand perfekt in unser langes Wochenende gepasst.

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Dieser liegt etwas außerhalb, daher lohnt sich eine Fahrt mit der Metro bis zur Endhaltestelle Piräus, dem Yachthafen, und dann noch ein paar Stationen mit der Straßenbahn weiter bis zum Stop „Kalamaki“. Hier wird man dann vom Meer mit Kieselstrand und netten Strandbars begrüßt.

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Eine davon ist Penarrubia Lounge mit direktem Meerblick, bequemen Loungemöbeln und schönem Beachfeeling. Dazu ein Cappuccino fredo und frische Früchte- und spätestens jetzt ist man dem deutschen Alltagstrott entkommen!

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Nach insgesamt fast 40 zu Fuß zurückgelegten Kilometern (ja, das sind wohl meine laufbegeistertsten Freunde), vielen Geschichten der Antike, tollen Ausblicken, griechischen Wein(en), und ganz viel wertvoller quality time mit Freunden geht ein weiteres schönes Reisewochenende zu Ende.

Es ist so einfach, nicht aufwendig und in diesem Fall noch nicht mal teuer, dass mir das mal wieder zeigt: das Leben ist zu kurz für später!

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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Daniel R. sagt:

    Liegt natürlich an den Algen 🙂

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  2. malounami sagt:

    Hier ist meine Muschel-Antwort:
    Weil es

 im Sommer vermehrt zur Algenblüte kommt, die Giftstoffe in den Muscheln hinterlassen können, wenn sie diese verzehren.
    Das weiß ich, weil ich mich mir durch die neuen Medien sämtliches Fachwissen zum Thema Muscheln angeeignet habe, unter anderem mit diesem Lied: https://youtu.be/f0QW0lIZnVI
    Und, wie war der Tintenfisch? Den iss ich auch sehr gerne, auch ohne passendes Lied.

    Liken

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