Silvester in Stockholm

Dem günstigen Rückflug in die Wahlheimat Kalifornien sei Dank hat es uns über den Jahreswechsel ein paar Tage nach Stockholm verschlagen. Leider gab es kein weißes Winter Wonderland, aber so waren die schönen kräftigen Farben, die ich noch von meinem letzten Besuch in der schwedischen Hauptstadt im Kopf hatte, wenigstens nicht von Schnee bedeckt.


Where to stay

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Das Hobo in Stockholm ist DIE Hotelempfehlung schlechthin. Mich hat natürlich sofort die moderne Aufmachung und das tolle Design angesprochen, aber auch wer darauf nicht so viel Wert legt, den überzeugen die anderen Vorteile: Die Lage ist nahezu perfekt! Es liegt in Laufnähe zum Cityterminalen, wo man ankommt, wenn man den günstigen Bus vom Flughafen nimmt (20 Euro Roundtrip) und außerdem ist man in ein paar Minuten schon an der Brücke, die nach Gamla Stan (Altstadt) führt und am Königspalast. Stockholm besteht aus insgesamt 14 kleinen Inseln und von diesem Startpunkt aus kann man sie sehr gut erkunden.

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Where to eat

Die Auswahl an Restaurants in Stockholm ist riesig- schwierig, da die richtige Entscheidung zu treffen. Nach der Recherche auf ein paar Foodblogs haben wir uns schließlich für ein Silvestermenü im ‚Bistro Bestick‚ entschieden, einem kleinen Restaurant mit weniger als zehn Tischen. Wir hatten Glück und haben den schönsten Tisch am Fenster ergattert, von dem man eine schöne Aussicht auf die Lichter von Stockholm hatte. Diese fangen bereits am frühen Nachmittag, gegen 15 Uhr, an zu leuchten, da zu dieser Uhrzeit bereits die Dämmerung einsetzt. Richtig hell ist es erst um 10 Uhr morgens, sodass man in den Wintermonaten auf gerade mal fünf helle Stunden pro Tag blicken kann. Für mich als Wintermuffel definitiv nichts auf Dauer!

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Das Neujahrsfrühstück haben wir dann im ‚Café Schweizer‚ eingenommen, das wir durch Zufall beim Schlendern durch die kleine Insel Gamla Stan entdeckt haben. Hier wird das typische schwedische Lachsfrühstück angeboten und man kann sich im kuscheligen und etwas exzentrischen Ambiente schön aufwärmen, bevor es wieder hinaus in den schwedischen Winter geht.

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The beauty of the city

Auf den Spuren der Königsfamilie

DSC05072Es bietet sich an, einfach durch die Straßen von Stockholm zu schlendern, denn hinter jeder Ecke entdeckt man etwas anderes Schönes, mit dem man nicht gerechnet hat. Der Klassiker ist natürlich der Königspalast direkt am Wasser. Wenn man Glück hat, kommt man zu einer Zeit, in der gerade der berühmte Wachenwechsel stattfindet. Dann laufen die uniformierten Wachen im Gleichschritt mit Pauken und Trompeten durch die Stadt, bis sie schließlich am Palast angekommen sind. Der Verkehr ist für dieses Highlight natürlich lahmgelegt und alle bewundern das Spektakel. Falls man das verpasst, kann man alternativ eine der zahlreichen Fotografien der Königsfamilie, die in der ganzen Stadt zu finden sind, bewundern.

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The best view

Der Weg am Wasser führt vorbei an Gebäuden der schwedischen Nationalromantik und an klaren Tagen sollte man unbedingt zum Aussichtspunkt ‚Monteliusvagen‘ auf der Insel Södermalm laufen. Er befindet sich in der Nähe des Ivar Los Parks, ist allerdings nicht besonders gut ausgeschildert, was den Vorteil hat, dass sich nicht viele Menschen dorthin verirren. Auch wir haben ein bisschen gebraucht, bis wir den kleinen Pfad gefunden haben, aber wie so oft entdeckt man auf Umwegen dann noch viel schönere Dinge.

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Der große Platz

Die berühmten bunten Renaissancehäuser befinden sich neben dem Kulturhuset, in dem immer die Nobelpreisverleihungen stattfinden, auf dem großen Platz Stortorget und sind ein wahrer Touristenmagnet. In der Weihnachtszeit befindet sich hier außerdem noch ein gigantischer Christbaum und schon ist der Selfie-Alarm ausgelöst.

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Ein weiterer Ort, den man gesehen haben sollte, ist das erste Freilichtmuseum der Welt, Skansen, auf der Insel Djurgarden. Es ist eine Mischung aus schwedischem Traditionsmuseum und Zoo und bei gutem Wetter einen Besuch wert. Da ich bei meinem letzten Städtetrip aber bereits dort war und das Wetter diesmal nicht sehr dazu eingeladen hat, stand es nicht auf unserem Programm.


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Insgesamt hat mich Stockholm sehr an Hamburg erinnert. Statt der Alster ist es hier der Norrström und statt dem berühmten Vier-Jahreszeiten-Hotel steht hier eben der Königspalast. Alles ein bisschen prunkvoller und gut erhalten, viel Geschichte und freundliche Menschen- einfach ein schöner Ort, um ins neue Jahr zu starten! Na dann: Auf viele weitere Abenteuer!

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Petra sagt:

    Wir haben immer im Hotel J etwas außerhalb gewohnt. War wunderbar! Zumindest 2006… http://www.hotelj.com/de/uber-das-hotel-j

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    1. 5point8 sagt:

      Oh das sieht aber wirklich sehr schön aus! Danke für den Tipp!

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