Baja California Sur, Mexiko

Mexiko an Thanksgiving- das könnte sich als Tradition etablieren! Dieses Mal ging es aber nicht in das meilenweit entfernte Cancun, sondern einfach ein Stück die Küste runter: an die Baja California Sur, genauer gesagt an deren Ende, nach Cabo San Lucas und Todos Santos. Man fliegt von San Francisco knapp drei Stunden südlich, passiert Trumps ‚Mauer‘, und steigt bei wunderbar angenehmen 30 Grad in Mexiko wieder aus.

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Todos Santos

Dieses kleine Örtchen ist ein wahrer Geheimtipp und noch weit davon entfernt, eine Touristenhochburg zu werden (how to get there: mit dem Bus direkt vom Flughafen oder einem Mietwagen). Alles ist noch sehr überschaubar und authentisch, sodass man sich im bunten Treiben hier sofort willkommen fühlt. Dazu hat die traumhafte Unterkunft allerdings maßgeblich beigetragen: Wenn ihr jemals in diese Ecke von Mexiko kommen solltet, dann ist ein Stopp im ‚Casa Tota Hotel‘ Pflicht.

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Ich habe noch nie so ein perfekt aufeinander abgestimmtes, kleines, modernes und warmes Hotel gesehen. Mit insgesamt nur 15 Zimmern, die auf zwei Stockwerke verteilt sind, bietet diese Unterkunft alles, was man sich wünscht: einen Pool direkt vor der Tür, eine Dachterrasse mit Blick aufs Meer und atemberaubende Sonnenuntergänge und dazu eine familiäre Wohlfühlatmosphäre. Vom angrenzenden Restaurant mit Bar bekommt man leckere Cocktails direkt an die Liege gebracht und die Hotelangestellten begrüßen einen mit den Worten: „How can I help you that you can just enjoy yourself?“ Genau so etwas möchte man im Urlaub doch hören!

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Save the turtles!

24133639_1941558885861020_37959195_nIn Laufnähe des Hotels ist der Kern des kleinen Örtchens mit ein paar Geschäften, einer Eisdiele und einem weiteren Geheimtipp: einem Laden mit typisch bunter mexikanischer Keramik. Das ist allerdings gar nicht das Besondere daran, sondern der junge Mann, der dort arbeitet. Er arbeitet nämlich nebenbei ehrenamtlich bei der örtlichen Schildkrötenauffangstation, die Schildkröteneier so lange bewachen, bis die Kleinen bereit sind, aus ihrem Ei zu kriechen und sich auf die Reise in den Ozean zu machen. Damit die gerade geschlüpften Schildkrötchen auf ihrem Weg nicht totgetrampelt oder von Beachquads überfahren werden, helfen die Freiwilligen den Tieren. Und dabei kann man wiederum mithelfen.

In einer Hälfte einer Kokosnussschale transportiert man die Babies bis circa 20 Meter vor das Meer und lässt sie dann die sicheren restlichen Meter alleine erklimmen. Was sich so einfach anhört, ist es gar nicht, da irgendwann eine Welle kommt, die die Schildkröte mitnimmt – oder aber noch weiter ans Ufer spült. Man fiebert teilweise mit ganzem Herzen mit, bis die ‚eigene‘ Schildkröte es dann nach mehreren Anläufen endlich ins große, weite Meer geschafft hat. Ein einzigartiges Erlebnis und ein tolles Engagement von der Organisation ‚Tortugueros Las Playitas‘.

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Wecke den Yogi in dir!

There is no better way to start the day! Zufälligerweise haben wir beim Frühstück in dem süßen Outdoor-Café ‚La Esquina‚ einen tollen Spot entdeckt, an dem man Yoga mit englischsprachigen Lehrern für unter 10 Dollar machen kann. Leider reicht mein Spanisch noch nicht so weit, dass man mehr als eine Flasche Wein bestellen kann, daher war dieser Zufallsfund einfach perfekt. Und der Ort war einfach magisch: inmitten eines grünen Gartens mit riesigen Palmen und Kakteen stand ein Bungalow mit bodentiefen Fenstern zu allen Seiten, durch die man während der Yogapraxis die Vögel von draußen zwitschern hören konnte. Entspannung pur!

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Beach, please!

DSC04872Etwas südlich von Todos Santos befindet sich der La Cerrito-Strand mit tollen Wellen für Surfer. Sobald man die ersten Wellen überwunden hat, kann man im angenehmen Meerwasser auch sehr gut schwimmen. Hier am Strand merkt man auch noch, dass Todos Santos noch nicht komplett für Touristen erschlossen ist. Es stehen keine Liegen und Sonnenschirme in abgesperrten Bereichen zur Miete mit horrenden Preisen bereit, stattdessen legt man sich auf sein selbst mitgebrachtes Strandtuch. Oder man setzt sich in die Schaukel der einzigen Strandbar, die zu einem der wenigen kleinen Hotels gehört und genießt den Blick aufs Meer.

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Am gesamten Strand befinden sich nur eine Handvoll Hotels und diese punkten durch ihre Einfachheit und sind gerade dadurch besonders. Es stehen kleine runde Hütten direkt am Ufer und in ihnen nicht viel mehr als Betten, die zum Meer ausgerichtet sind: so hat man die perfekte Sicht auf den Sonnenuntergang am Abend und kann morgens direkt nach dem Aufstehen ein Bad im Meer nehmen, das buchstäblich vor der Haustür auf einen wartet. Beim nächsten Besuch in Todos Santos werden diese Strohhütten des ‚Mayan Village Resorts‘ definitiv getestet (und das für nur 69$ pro Nacht)!

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Cabo san Lucas

Hier geht es schon anders zu als im eine Stunde entfernten Ort Todos Santos. Die ganzjährigen Traumtemperaturen, die perfekten Tauch- und Schnorchelspots und die für Amerikaner günstigen Preise in Mexiko haben sowohl Cabo san Lucas, als auch die Nachbarstadt San Jose del Cabo, in der sich auch der Flughafen befindet, zu einer wahren Touristenhochburg gemacht. Sobald man die kleinen Gassen betritt, wird man schon von einem der zahlreichen Händler mit „Come in, have a look, good price for you“ belagert. Was mir bereits von Ägypten bekannt war, war auch hier an der Tagesordnung: die kleinen Händler überboten sich gegenseitig mit ihren ’special tourist prices‘ für typische mexikanische Spezialitäten wie beispielsweise kleinen Sorgenpüppchen, buntem Geschirr oder gewebten Tüchern und Teppichen. Naja, selbst schuld könnte man sagen- Warum wagt man sich schließlich aus der sicheren Obhut des All inclusive- Resorts heraus, um etwas authentischere Luft zu schnuppern?

IMG_6221Hier unten am Zipfel der Baja California Sur gehören Hotels mit All Inclusive Programm zum Standard: wir sind im ‚Solmar Resort‘ auf dem kleinen Hügel am Rande der Stadt untergekommen (der ausschlaggebende Faktor: es gibt hier eine all inclusive Sushibar!). Das Hotel, das eher an ein kleines Dorf erinnert, liegt direkt am Strand, an dem es allerdings aufgrund der hohen Wellen zu gefährlich zum Baden ist. Es besitzt eine große Poollandschaft mit integrierter Poolbar, die das Herz eines jeden Cocktailliebhabers höher schlagen lässt und man darf zusätzlich alle Einrichtungen des nobleren Nachbarhotels ‚Grand Solmar‘ mitbenutzen. Nachdem man das Upgrade auf die Suite gerne entgegen genommen, alle dubiosen for free Angebote der ’sales person‘ dagegen vehement abgelehnt hatte, heißt es ab jetzt also: Kopf aus, Urlaub an!

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Was man theoretisch hätte unternehmen können: eine Bootstour zu ‚the Arche‘, Tauchen oder Schnorcheln, auf Pferden am Strand entlang reiten oder diese mit Strandbuggies überholen, überteuerte Massagen mit Blick aufs Meer, Parasailing und vieles mehr. Was aber viel praktischer war: den wahrscheinlich letzten Tag des Jahres mit 30 Grad, purem Sonnenschein und dem Meer vor der Nase einfach nur zu genießen, ab und zu Sushi und Sashimi zu naschen, dazu ein paar Mimosa zu trinken und vom Jacuzzi aus der Sonne beim Untergehen zuzuschauen. Life is good!

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