Grand Canyon & Las Vegas

Unser Roadtrip endet mit einem Klassiker und dem wohl bekanntesten Canyon, dem Grand Canyon. Vom vorherigen Stopp in Page zum South Rim des Grand Canyon sind es 137 Meilen und man benötigt ungefähr drei Stunden dafür. Um von dort aus wieder nach Las Vegas zu kommen, von wo aus wir abgeflogen sind, muss man sich nochmal knapp vier Stunden ins Auto setzen. Das ist allerdings auch die längste Tagesdistanz des ganzen Roadtrips. Und da Las Vegas sowieso erst bei Nacht interessant wird, verpasst man auch nicht ganz so viel.


Maps

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(Quelle: http://www.nps.gov)

Es scheiden sich die Geister, ob nun der South Rim oder der North Rim der „bessere“ ist. Da wir nicht noch länger nach Las Vegas unterwegs sein wollten, haben wir uns letztendlich für den South Rim entschieden. Die Sicht unterscheidet sich nicht besonders voneinander und auch die Trails sind ähnlich und treffen sich in der Mitte, beim Colorado River.

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Hikes

Am South Rim des Grand Canyons gibt es zwei Routen: den Bright Angel Trail am westlichen Ende und den South Kaibab Trail im Osten. Außerdem kann man den gesamten Rim entlang laufen und die ganze zeit über auf den Grand Canyon hinabschauen. Insgesamt ist dieser Weg 20 Kilometer lang, aber man kann diesen je nach Laune beliebig kürzen.

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Der Bright Angels Trail ist der am besten befestigte, geht aber dennoch unglaublich steil direkt in den Canyon hinein. Man kann diesen Weg auch mit Pferden zurücklegen, falls man sich das selbst nicht antuen möchte. Auch hier kann man diverse Stopps dazwischen einlegen, wenn man nicht den 2-Tages-Trip bis zum Campground am Colorado River zurücklegen möchte. Ähnlich ist es beim Kaibab Trail: von 1-2 Stunden bis 2-Tages-Wanderungen ist hier alles dabei.

Einen schönen Abstecher auf dem Rim Trail ist das Lookout Studio. Dabei handelt es sich um ein Gebäude, das so perfekt in das Gestein des Grand Canyon gebaut wurde, dass man fast nicht erkennen kann, wo das Haus aufhört und der Canyon anfängt.

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Lodging

Wir haben dieses Mal Glück gehabt und in dem kleinen Dorf Tusayan direkt am Eingang des Parks ein Plätzchen zum Schlafen bekommen. Das Grand Canyon Plaza Hotel ist quasi das erste und wirklich in Ordnung. Es ist kein besonderes Hotel, aber da man sowieso den ganzen Tag unterwegs ist, passt das. Direkt nebenan ist das National Geographic Visitor Center, in dessen IMAX man sich einen Film über den Grand Canyon anschauen kann. Gäste des Hotels bekommen besondere Konditionen dafür, daher haben wir das auch in Anspruch genommen. Im Center angekommen hatte man dann das Gefühl, dass das ansässige Seniorenheim gerade einen Ausflug hat und wir haben mit unserer Anwesenheit das Durchschnittsalter drastisch gesenkt. Dabei war der Film gar nicht so schlecht. Man hat viel über die Geschichte des Canyons erfahren und tolle Aufnahmen des Canyons. Wer außerdem noch unnütze Accessoires kaufen möchte, ist hier an der richtigen Stelle.

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One night in Las Vegas

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Wir waren kurz nach dem schlimmen Attentat in Las Vegas, weshalb das berühmte Schild am Anfang der Stadt über und über mit Blumen, Kerzen und Beileidsbekundungen bedeckt war. Vom hinten auf dem Foto zu sehenden Mandalay Bay Hotel hat ein Mann mit Kriegswaffen auf das Publikum eines Rockkonzerts geschossen und dabei zahlreiche Menschen getötet. Ich hatte ein beklemmendes Gefühl, als ich die Reihen der aufgestellten Kreuze entlang lief und hatte erwartet, dass man auch auf dem Strip etwas davon spürte, aber Pustekuchen: es wurde gegambelt wie eh und je wie zum Zeichen, dass man sich nicht unterkriegen lassen wollte.

Wir hatten nur eine letzte Nacht in Las Vegas, bevor es dann wieder nach Hause ging und wir hatten fest geplant, das Geld auf unserem Reisekonto zu verdoppeln. Aber wie das immer so ist mit Plänen- es läuft dann doch irgendwie anders. Mit immerhin 9 Dollar plus sind wir von den Automaten zum Roulettetisch weitergezogen, wo wir dann 40 Dollar verzockt haben. Dafür gab es viel Bier (wenn man in Las Vegas in den Casinos spielt, bekommt man alle Getränke umsonst) und so konnten wir den Verlust ganz gut verkraften. Am liebsten haben wir sowieso den anderen Zockern zugeschaut, die innerhalb von Minuten Hunderte von Dollars gewonnen – und im nächsten Moment direkt wieder verspielt haben.

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Stattdessen haben wir unser Geld in Tickets für die Blue Man Group investiert. Es gibt zahlreiche Shows auf dem Strip und auf einer Homepage super günstige Last Minute Tickets dafür. Die Show fand im Luxor Hotel statt, was durch die besondere Bauweise auf sich aufmerksam macht. Jedes Hotel auf dem Strip versucht durch eine andere Art und Weise zu punkten, so kann man zum Beispiel im berühmten Bellagio das Brunnenschauspiel beobachten oder im Venetian mit Booten durch das nachgebaute Venedig gefahren werden. Das Circus Circus Hotel, in dem wir untergebracht waren, war aufgebaut wie ein riesiges Zirkuszelt (kleiner Tipp hier: NICHT im Manson buchen, sondern ein Zimmer direkt im Hotel, die meist nur 10-15 $ Aufpreis pro Nacht kosten). Nachts grenzen die blinkenden Lichter und die laute Musik an Reisüberflutung, aber man muss es auf jeden Fall einmal (oder mittlerweile drei Mal) im Leben mitgemacht haben.


Das war er also, der Roadtrip durch die Canyons. Man legt insgesamt circa 850 Meilen zurück und kreuzt die Bundesstaaten Arizona, Utah und Nevada. Wenn man längere Wanderungen in den einzelnen Canyons machen möchte, sollte man mehr Zeit einplanen. Ansonsten reichen 9 Tage gut dafür aus. Insgesamt eine sehr schöne Route, die man noch lange in Erinnerung behalten wird.

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