Glen Canyon & Lake Powell

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Der vierte Stopp auf der Reise durch die Canyons ist der Glen Canyon. Dieser liegt direkt neben dem Antelope Canyon, was sehr angenehm ist, da man zur Abwechslung mal keine lange Autofahrt vor sich hat, sondern mehr als eine Nacht am gleichen Ort schlafen und zwei schöne Nationalparks besuchen kann.


Map

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(Quelle: http://www.nps.gov)


Facts

Der Glen Canyon ist ein eher unbekannter, aber sehr großer Nationalpark, der den Lake Powell fast komplett umgibt. Lediglich an die östliche Seite des Stausees grenzt der Antelope Canyon. Bereits beim ersten Hinsehen kann man die immensen Dimensionen des Lake Powell erkennen, dessen Küstenlinie länger ist als die komplette (!) Westküste der USA. Er wurde nach Major John Wesley Powell benannt, der die erste Expedition auf dem Colorado River geleitet und unter anderem auch dem Glen Canyon seinen Namen gegeben hat. Er hat die Gegend wie folgt beschrieben:

A curios ensemble of wonderful features (Powell, 1869)

Wie sollte man solche eine Zusammenstellung also nennen, für welches Charakteristika sich entscheiden? Letztendlich hat er sich für das Offensichtlichste entschieden: Glen Canyon- Canyon der Bergschluchten. Er ist berühmt für seinen farbenfrohen Sandstein, der ein bisschen wie Rost aussieht und es auch tatsächlich ist.

Der Stausee liefert Wasser für knapp 24 Millionen Menschen und ohne ihn würde es die kalifornischen Großstädte wie Los Angeles oder San Diego gar nicht geben, da das Land an sich viel zu trocken ist, um bewohnt zu werden. Er reicht vom Bundesstaat Utah bis nach Arizona und es hat 17 lange Jahre gedauert, bis er komplett gefüllt war. Trotz der Ausmaße macht er nur 13% des Glen Canyon aus, was erahnen lässt, wie groß dieser ist.

Ursprüngliche Bewohner dieser Gegend waren die Navajos, die im Laufe der Geschichte von den Amerikanern vertrieben und gefangen genommen wurden, sich aber – ähnlich wie die Aborigines in Australien – wieder zurückgekämpft haben. Heute ist die ‚Navajo Nation‘ ein Land innerhalb des Landes mit eigener Regierung und eigener Wirtschaft.


Things to do

Es bietet sich an, zwei Nächte in Page zu übernachten, um am ersten Tag den Antelope Canyon und am zweiten Tag den Glen Canyon sowie den Lake Powell zu erkunden.

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Bootsfahrt auf dem Lake Powell

Der Lake Powell ist von Felsen umgeben, von denen man allerdings nur die Spitze sieht, da der Rest ungefähr hundert Meter unter Wasser ist. Es gibt diverse Bootstouren auf dem Stausee und wir haben uns für die ‚Antelope Canyon Tour‘ des Anbieters ‚Dreamkatchers‚ für 45 $ pro Person entschieden. Je nach Wasserstand ist ein Teil davon, Antelope Island, eine Insel oder eben Teil des Festlandes. In unserem Fall war der Wasserstand sehr hoch, sodass wir tief in den Canyon vordringen konnten. Den höchsten, je gemessenen Wasserstand, erkennt man sehr gut am sogenannten Badewannenrand, der 1986 sogar noch fünf Meter höher war als jetzt.

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Hike zum Horseshoe Bend

Diese berühmte Flussbiegung des Colorado River ist Teil des Glen Canyons, allerdings nicht kostenpflichtig. Man erreicht den Beginn der kurzen Wanderung direkt von der Straße aus, parkt das Auto auf einem großen Parkplatz und läuft einen kleinen Berg hinauf, von wo aus man den Horseshoe Bend bereits sieht. Der Rundweg ist ungefähr eine Meile lang, also sehr gut machbar (selbst wenn man mit einer Erkältung angeschlagen ist). Wenn man dann beim Aussichtspunkt ankommt, ist man als Europäer erstmal kurz geschockt, da es keinerlei Absperrungen vor dem Abgrund gibt. Man kann bis ganz ans Ende der Felsen gehen und den besten Blick auf den Horseshoe, der buchstäblich auch genauso aussieht, genießen.

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Alles in allem ein schöner und sehr spontaner Stopp auf unserer Reise. Man kann auf der Route außerdem noch am Hoover Dam halten, was allerdings weniger spektakulär ist und sich eher dazu eignet, sich während einer langen Autofahrt kurz die Füße zu vertreten und es liegt praktischerweise direkt auf dem Weg zur nächsten und letzten Station der Reise durch die Canyons: dem Grand Canyon…

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