Bryce Canyon

Der zweite Stopp der Tour nach dem Zion Nationalpark ist der Bryce Canyon. Die beiden Punkte liegen 156 Meilen bzw. 2:45 Stunden voneinander entfernt. Man kann sich also den Tag über noch am ersten Stopp aufhalten und dann gegen Abend zum nächsten Punkt der Reise aufbrechen, sich dort im Hotel erholen und am nächsten Tag mit neuer Energie zur nächsten Sehenswürdigkeit weiterreisen.

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Map

Hier ein Ausschnitt der Karte des Bryce Canyon mit dem Fokus auf dem spektakulären Amphitheater. Man kann der Straße insgesamt 17 Meilen bis hoch zum Rainbow Point folgen und sich dann von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt bis zum Amphitheater vorarbeiten.

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(Quelle: http://www.nps.gov)


Facts

Bereits die Fahrt zum Bryce Canyon ist atemberaubend: man fährt durch beeindruckende Felsformationen und sieht weit und breit nichts anderes als riesengroße Steine. Selbst, wenn man an einem Ort vorbeikommt und auf etwas Leben hofft, wird man enttäuscht: alles ist ausgestorben und sieht aus wie in einem Film aus dem Wilden Westen. Es lenkt also nichts ab von den wunderschönen Naturschauspielen, die aufgrund der Plattenbewegungen der letzten Jahrtausende entstanden sind.

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Der Bryce Canyon ist Teil des Colorado Plateaus, an dessen unterem Ende sich der Grand Canyon befindet. Diese Gebirgsformation wird auch „The Grand Staircase“ genannt, weil es so aussieht, wie wenn man vom Grand Canyon aus viele Treppenstufen durch verschiedene Gesteinsarten erklimmt und schließlich ganz oben beim Bryce Canyon ankommt.


Hikes

DSC03975Es gibt insgesamt 15 ausgeschriebene Wanderungen am Bryce Canyon. Diese sind in drei Schwierigkeitsstufen (easy-moderate-strenous) eingeteilt und sind zwischen einer und fünf Stunden lang. Es gibt außerdem extra Routen für Reiter. An der Bryce Canyon Lodge kann man geführte Touren buchen und das Innere des Canyons auf dem Pferd erkunden (ab 65 Dollar pro Person).

Wir haben uns für einen moderaten Hike, den Navajo Loop Trail, der wahrscheinlich auch am bekanntesten ist, entschieden. Er beginnt am Sunset Point und man steigt direkt hinab in die Tiefen des Canyon. Nun kann man die beeindruckenden „Hoodoos“, die aus dem Boden ragen, nicht nur von oben bewundern, sondern hautnah erleben.
Es ist ein Rundweg und ich würde auf jeden Fall empfehlen, ihn im Uhrzeigersinn zu wandern, weil man so die beste Sicht auf alle Highlights der 2.2 km langen Route hat. Eigentlich ist diese Wanderung eine einfache, man muss nur am Anfang knapp 150 Höhenmeter hinab- und am Ende relativ steil wieder hinaufsteigen. Der Trail ist serpentinenartig aufgebaut, sodass man sehr gut vorankommt und circa eine Stunde für den Rundlauf benötigt. Man sieht auf der Wanderung den berühmten „Thor’s Hammer“, „Two Bridges“, und die „Wall Street“, eine enge und steile Passage im Canyon.

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Man wandert zunächst entlang der Canyons, wo die Farben von einer Rotnuance in die nächste wechseln und findet sich – unten angekommen- auf einmal in grüner Wald- und Wiesenlandschaft wieder. Ähnlich wie im Zion National Park schafft es der Fluss, der jetzt im Herbst trocken liegt, etwas Leben in die Canyons zu hauchen.

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Vom Navajo Loop Trail gehen weitere Wanderwege ab, so kann man zum Beispiel von dort aus weiter zum Sunrise Point wandern, was nochmal eine Meile weiter ist. Die Wanderungen im Amphitheater sind insgesamt eher kurz, auf gut ausgebauten Wegen mit steilen Auf- und Abstiegen am Anfang und am Ende, die den Kreislauf zusätzlich zur Hitze nochmal schön in Schwung bringen.


Lodging

Wer direkt am Eingang des Parks unterkommen möchte, sollte in Bryce Canyon City unterkommen. Hier ist aber schnell alles ausgebucht und man kann den 10 Meilen entfernten Ort Tropic ausweichen. Die Bezeichung „Ort“ ist für Tropic aber schon eine Übertreibung, da es aus einer Straße mit genau einer Kreuzung, drei Restaurants, einem kleinen Supermarkt und einer Tankstelle besteht. Ach ja, und aus drei Motels natürlich. Alles macht um 9 Uhr abends zu, sodass man sich rechtzeitig um das Abendessen kümmern sollte. Wir sind bei Bybee’s Steppingstone Motel untergekommen, einem kleinen Motel mit nur 5 Zimmern, an dem es nichts zu beanstanden gibt.

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Man kann den Bryce Canyon sehr gut an zwei Tagen erkunden. Wir haben nur eine Wanderung gemacht und uns sehr viel Zeit mit der Autofahrt durch den Nationalpark gelassen. Wenn man mehr als einen Nationalpark im Jahr besucht, lohnt sich der Kauf des „Annual Passes“, mit dem man für 80 Dollar Eintritt in fast alle Nationalparks der USA hat. Geheimtipp: Auf jeder Karte sind zwei Unterschriftenfelder- man kann sich also auch einfach einen gebrauchten Annual Pass auf Ebay für die Hälfte des Preises kaufen und dann auf dem zweiten Unterschriftenfeld unterschreiben und ihn so genauso benutzen wie das Original. Und hier noch ein Geheimtipp für alle Verpeilten: Wenn man diesen Pass dann zu Hause vergisst, am besten ein Foto davon machen, ausdrucken und zusammen mit der ID an den Eingangspforten vorzeigen. Wenn man Glück hat, kommt man auch damit durch (Erfahrungswert: klappt in 80% der Fälle mit Kommentaren wie „Not everybody is as nice as me and let you go through“ oder „This is a one time exception!“ oder auch „I did not see anything, just go!“).

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