Zion National Park

Utah, Nevada, Arizona- diese drei Bundesstaaten haben eines gemeinsam: wahnsinnig beeindruckende Nationalparks! Diese kann man am besten auf einer Rundreise erkunden. Wir hatten für fünf Nationalparks acht Tage Zeit und berichten hier von den Highlights der insgesamt 840 Meilen langen Reise.

Karte Roastrip

Stopps des Roadtrips

A- Start in Las Vegas

B- Zion Nationalpark

C- Bryce Canyon

D- Glen Canyon mit Lake Powell

E- Antelope Canyon

F- Grand Canyon

G- Ziel in Las Vegas

Los geht es also mit dem ersten Stopp, dem Zion Nationalpark!


Map

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(Quelle: http://www.nps.gov)


Facts

Dieser Nationalpark verbindet eigentlich sogar drei Bundesstaaten der USA: die Fläche von über 579 km2 reicht von den Grenzen Arizonas über Nevada bis nach Utah.

Der Zion Nationalpark belegte Rang 5 auf der Liste der meistbesuchtesten Nationalparks Amerikas und konnte im letzten Jahr sogar mehr Besucher als der Yellowstone Park verzeichnen.

Wie alle Canyons haben sich die Felsformationen durch Erosion gebildet, in diesem Fall durch den Virgin River. Die Formationen bestehen aus Sandstein und vielen verschiedenen Mineralien. Der Eisenanteil ist besonders hoch, weshalb die Felsen die typisch rötliche Färbung vorweisen. Diverse Funde belegen, dass sich bereits seit 6000 v. Chr. Menschen in diesem Gebiet angesiedelt haben, die von Indianern und schließlich „den Weißen“ abgelöst wurden.

Der Nationalpark ist über die aus Springdale startenden Free Shuttles sehr bequem zu erreichen. Ich würde absolut empfehlen, in diesem kleinen Ort in der Nähe von einer der insgesamt acht Haltestellen zu parken. Je näher man an den Eingang des Parks kommt, desto teurer wird das parken (bis zu 20 Dollar pro Tag, ab Stop 4 kostenlos).

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Hikes

In den Zion Canyons gibt es Wanderwege für jegliche Ansprüche: ob kurz und asphaltiert oder steil und steinig- für jeden Geschmack ist etwas dabei. Von Las Vegas benötigt man circa zweieinhalb Stunden bis zum Zion National Park (151 Meilen) und da wir erst am Nachmittag in Utah angekommen sind, haben wir uns zum Start für einen moderaten 2-Meilen-Hike zu den Emerald Pools entschieden.

DSC03551Man startet am Shuttlestop 5 (Zion Lodge) und überquert die Straße zum Eingang des Trails. Dieser Wanderweg steht ganz unter dem Zeichen „Wasser“; das Wasser in den Lower Emerald Pools ist sogar 800 bis 1000 Jahre alt und wird von einem, der Jahreszeit bedingten, eher kleinen Wasserfall gespeist. Vom Lower Pool gelangt man über einen steiler werdenden Weg über den Middle Pool zum Upper Pool, bei dem man massive Sandsteinwände und einen 140 Meter langen Wasserfall bewundern kann. Im Herbst kommt auch hier wenig bis kein Wasser aus den Felsen, aber dennoch lohnt sich der Aufstieg zum Pool, in dem sich die Canyons spiegeln.

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Ein absolutes Must-Do ist ein weiterer Hike, wahrscheinlich sogar der bekannteste: der Trail zu „The Narrows“. Hier hat sich der Virgin River so tief durch die Felsen gearbeitet, dass man zwischen nur wenige Meter breiten Flusswegen durch die 460 Meter hohen Felswände laufen kann. Dieser Trail beginnt beim letzten Shuttlestop (Nummer 9, Temple of Sinawava) und wenn man bis zur engsten Stelle wandern möchte, sollte man sich wasserfeste Schuhe, Neoprensocken, eine wasserdichte Hose und Wanderstöcke am Eingang des Parks leihen. Der Trail überquert an mehreren Stellen den Fluss und je nach Wasserstand steht man dann hüfthoch im Wasser.

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Falls man auf diese feuchte Erfahrung verzichten möchte, kann man einfach dem „Riverside Walk“ folgen, einem Wanderweg, der parallel zum Fluss verläuft. Man erreicht hier allerdings nicht die engste Stelle der Narrows, sondern kann am Ende die Füße ein bisschen ins eiskalte Wasser hängen und den wasserfest ausgestatteten Wanderern beim weiteren Hike zuschauen. Der Weg ist insgesamt 3.2 km lang und man benötigt circa eine Stunde dafür.

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DSC03553Das Beeindruckende am Zion National Park ist die unglaubliche Vielfalt an Farben. Es sind nicht einfach nur rote Felsen, sondern man sieht so viele weitere Facetten: in einem Moment läuft man wie durch eine Wüste mit ein paar vertrockneten Ästen am Wegesrand und im nächsten Augenblick blüht alles in den strahlendsten Farben mit zwitschernden Vögeln in den Bäumen und Rehen auf der sattgrünen Wiese.


Lodging

Ich würde auf jeden Fall empfehlen, direkt in Springdale, dem Ort vor dem Canyon, unterzukommen, dort das Auto abzustellen und mit den Shuttles in den Park zu fahren. Innerhalb des Parks sind Autos sowieso verboten (es gibt nur eine Durchgangsstraße, die man gegen Gebühr befahren darf) und im Shuttle kann man die wunderbare Aussicht genießen. Je nach Tageszeit kann es aber leider etwas dauern, bis man Platz in einem der Shuttles bekommt. Es wird voller, wenn es gegen Ende der Besuchszeit des Parks geht und alle Menschen nach Hause wollen. Im schlimmsten Fall braucht man dann eine bis anderthalb Stunden bis zurück.

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Wenn man in Springdale keine Unterkunft mehr finden kann, dann weicht man in den circa 20 Minuten entfernten Ort La Verkin aus und kommt dort im La Quinta Inns & Suites unter, einem gerade erst fertig gestelltem Hotel mit sehr bequemen King Size Betten und einem super leckeren, reichhaltigen und nicht typisch amerikanischen Frühstück.


Der Zion Nationalpark bietet sich als ersten Stopp auf einer Rundreise durch die Canyons sehr gut an, da er nur zwei Stunden von Las Vegas entfernt liegt, wohin man bequem mit dem Flugzeug anreisen kann. Am Flughafen gibt es zahlreiche Autovermietungen, bei denen man sich dann einen fahrbaren Untersatz für so eine Tour mieten kann. Kleiner Tipp: Die Regelung „Tank leer abgeben“ wählen und von der Vermietung auftanken lassen. Man denkt zwar immer, dass man dabei abgezockt wird, aber in diesem Fall haben wir keine Tankstelle weit und breit gefunden, die den Preis der Autovermietung unterboten hat. Believe me!

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Der nächste Stopp der Reise führt weiter ins Landesinnere, knappe zwei Stunden in nordöstlicher Richtung: Bryce Canyon…

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