O’ahu- Im Herzen von Hawai’i

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Eine Woche auf der abgelegensten Inselgruppe der Erde mitten im Pazifik bietet atemberaubende Strände, riesige Schluchten und die größten Vulkane der Welt.

Mein erster Ausflug auf die 70-80 Millionen Jahre alte Gebirgskette, die durch Vulkanausbrüche und die danach zu Stein erstarrte Lava entstanden ist, führt mich auf die Insel Oahu (deutsche und englische Schreibweise), auf der auch die Hauptstadt Hawaiis, Honolulu, liegt, welche sich über einen großen Teil der Insel erstreckt. Auf der drittgrößten der insgesamt acht Inseln leben immerhin 75% der Gesamtbevölkerung Hawaiis, man kann sich also leicht vorstellen, dass es hier etwas voller ist. Ein weit verbreiteter Mythos ist, dass Oahu Waikiki ist und Waikiki Oahus. Nichts liegt ferner von der Wahrheit als dieser Satz. Oahu hat all die Wunder, Abenteuer und Entdeckungen, die man sich wünschen kann – und noch viel mehr.

Zwei große, aber inaktive Vulkane befinden sich auf der Insel und sind durch einen noch höheren Berg, dem ‚Mount Kahala‘ miteinander verbunden. Oahu ist mit einer Länge von 64 km und einer Breite von 42 km sehr gut zu erkunden. Einige Highlights dieser Tour sind hier zu finden.


Honolulu/ Waikiki

Unterkunft

Wir haben über AirBnB eine traumhafte Unterkunft gefunden. Sehr zentral in Waikiki, alles in Laufnähe, aber dennoch ruhig genug, um abends in Ruhe einschlafen zu können (so ruhig es in einer Stadt eben werden kann). Jino’s AirBnB ist also mehr als empfehlenswert und für einen Preis von ca. 80 Euro pro Nacht auch erschwinglich.

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Von hier aus kann man einen (etwas längeren) Spaziergang nach Honolulu und zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt machen.

King Kamehameha

Einer dieser sehenswerten Punkte ist der großer Königspalast mit der direkt gegenüber liegenden Statue von ‚King Kamehameha‘. Er war der erste König von Hawaii (1795-1819) und besaß nach vielen Kriegen die Herrschaft über alle Inseln. Bis 1898 war Hawaii sogar unabhängig, bis es dann schließlich an die USA überging.

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Aloha Tower

IMG_2448An der Küste Honolulus am Pier 9 liegt der ‚Aloha Tower‘, eines der Wahrzeichen und das am meisten wiedererkannte Gebäude Hawaiis. Er wurde 1926 gebaut und war vier Jahrzehnte lang das höchste Gebäude aller Inseln. Früher, als die Insel Oahu nur per Schiff angefahren wurde, war der Aloha Tower mit seinem ALOHA-Schriftzug das Willkommenszeichen für die Besucher und wurde daher auch ‚die Freiheitsstatue von Honolulu‘ genannt.

Heute befinden sich hier einige Geschäfte und außerdem gehört ein Teil davon der ‚Hawai’i Pacific University‘, an der man mit Meerblick studieren kann.

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National Memorial Cementry of the Pacific

Nordöstlich von Honolulu liegt ein kesselförmiger Krater, auch punchbowl oder puowaina (hawaiisch für ‚Hügel der Menschenopfer‘) genannt, der durch einen Vulkan gebildet wurde. Hier liegen mittlerweile circa 50.000 Soldaten, von denen viele während des zweiten Weltkriegs im Pazifik starben. Ein Besuch auf diesem Friedhof lohnt sich selbst dann, wenn man kein Interesse an diesem Kriegsdenkmal hat, da man einen erstklassigen Blick auf die Stadt und den ‚Diamond Head‘ hat.

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Waikiki Beach/ Duke Kahanamoku

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Direkt am Waikiki Beach steht eine Statue von ‚Duke Kahanamoku‘. Er war Leistungsschwimmer, hat fünfmal Medaillen bei den olympischen Spielen im Schwimmen gewonnen und außerdem den Surfsport auf Hawaii und später auch in Australien und den USA popularisiert. Während seiner Jugend begann Duke ein Vorläufermodell der heutigen Surfbretter zu entwickeln und orientierte sich dabei an den seit Jahrhunderten bekannten hawaiischen olo-Brettern, die die typische Form der heutigen Surfbretter haben. Duke ist übrigens sein Vorname und nicht die Bezeichnung für seinen Titel.

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Direkt neben der Statue am Strand kann man jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag um 18:30 Uhr einer kostenlosen Hula-Show beiwohnen, die von der Stadt Honolulu und einem Hotel gesponsert werden. Man erfährt hier interessante Dinge über die Geschichte des Hulatanzes und hört sowohl traditionelle Musik, als auch moderne Hula-Stücke. Das Studium zum professionellen Hulatänzer dauert übrigens so lange wie ein Bachelorstudium und wenn man diese Künste noch vertiefen möchte, dauert das Ganze noch zwei Jahre länger. Diese lange und intensive Ausbildung sieht man allerdings in jeder einzelnen filigranen Bewegung der Tänzer. Früher war es übrigens nur Männern gestattet, diese hohen Künste zu studieren, doch mittlerweile werden auch Frauen an den Schulen angenommen.

Ala Moana Beach Park/ Magic Island

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Dieser Strand liegt neben dem Waikiki Beach, ist aber wesentlich weniger touristisch und voll. Man kann hier an einem flach abfallenden Sandstrand angenehm ins Meer laufen und hat außerdem eine gute Sicht auf die Skyline von Honolulu. Besonders zum Sonnenuntergang ist dieser Platz zu empfehlen. Man muss allerdings rechtzeitig da sein, da die Sonne hier bereits sehr früh, gegen 19 Uhr, untergeht.

IMG_2558Jeden Freitag gibt es hier außerdem ein weiteres Highlight. Auf der Landzunge, die vom Strand aus ins Meer ragt, Magic Island, hat man einen guten Ausblick auf den Hafen. Dahinter befinden sich viele Hotels, unter anderem das ‚Hilton Hawaiian Islands‘, das jeden Freitagabend um Punkt 19:45 Uhr (generell beginnt hier alles sehr pünktlich, was man gar nicht gewohnt ist) ein großes  Feuerwerk veranstaltet. Wenn man vermehrt Helicopter am Himmel sieht, weiß man, dass es gleich losgeht. Am besten nimmt man sich eine Picknickdecke mit, setzt sich aufs Gras und genießt das Spektakel. Man trifft hier auf viele andere Menschen, die ganze Pavillons aufbauen und für den kompletten Familien- und Freundeskreis grillen und feiern bis spät in die Nacht.

Yoga im Meer

IMG_2338Schon immer wollte ich Yoga auf dem Stand Up Paddle Board ausprobieren und eine geeignetere Kulisse als den ‚Ala Moana Beach Park‘ in Honolulu hätte ich mir dafür sicher nicht aussuchen können.

Ich rate jedem, das einmal zu testen, auch wenn man keine Erfahrung auf dem SUP hat. Ich habe einen Kurs bei ‚yogafloats‚ für 40$ gebucht und die Yogalehrerin hat sich große Mühe gegeben, uns an Yoga auf dem Wasser zu gewöhnen. Der Preis klingt zunächst teuer, es ist allerdings die komplette Ausrüstung inklusive und maximal sieben andere Personen sind mit im Kurs. So kann sie auf jeden individuell eingehen und Variationen vorgeben. Ich bin auf jeden Fall begeistert und kann es kaum erwarten, wieder einmal aufs Board zu steigen.

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Im Landesinneren

Manoa Falls

Manoa ist ein Randbezirk von Honolulu, der sehr gut mit dem Bus (Nummer 5 bis zur Endstation) zu erreichen ist. Falls man mit dem Auto unterwegs ist, führt der Weg auf einen Parkplatz (5$ pro Tag), von dem aus der Weg zu den Manoa Falls direkt beginnt. Man benötigt insgesamt 1,5 bis 2 Stunden, um hin- und wieder zurückzulaufen.

DSC02659Im Manoa Valley befindet sich dieser Wasserfall. Man erreicht ihn durch einen circa zweieinhalb Kilometer langen Trail durch einen wunderschönen Wald bzw. Dschungel, der nicht allzu anstrengend ist. Da hier allerdings tropische Verhältnisse herrschen, es sehr feucht und damit der Weg auch teilweise sehr matschig ist, sollte man auf jeden Fall festes Schuhwerk anhaben, was dreckig werden kann. Es gab auch etliche Touristen, die dachten, den Weg könnte man auch mit Flipflops erklimmen- dabei haben sie aber nicht bedacht, dass Flipflops perfekt im tiefen Schlamm feststecken und dich so zu Fall bringen können. Diese haben den Wasserschlauch am Eingang des Trails dann nicht nur benutzt, um ihre Schuhe sauber zu machen…

Man begegnet hier einer bunten Pflanzenwelt und fühlt sich wie mitten im Dschungel. An das tropische Klima muss man sich anfangs noch gewöhnen, vor allem, wenn man gerade aus der trockenen Hitze Nordkaliforniens kommt.

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Pali Lookout

Fährt man von den Moana Falls auf dem Highway 61 weiter Richtung Norden, kommt man direkt bei einem schönen Aussichtspunkt vorbei. Es handelt sich um eine groß angelegte Aussichtsplattform, die einen tollen Ausblick auf den Norden Oahus bietet.

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Während man den Blick von einer der populärsten Aussichtsplattformen der Insel genießt, kann man sich nur schwer vorstellen, dass dies einst Schauplatz von einem der blutigsten Kämpfe Oahus war. Die Armee von King Kamehameha war auf Streifzug über alle Inseln, um das Königreich zu erweitern. Von Waikiki aus trieb der König sein Heer hoch auf das Gebirge, bis sie schließlich am heutigen ‚Pali Lookout‘ standen und keinen anderen Ausweg als die steilen Klippen sahen. Die Feinde nahmen diese Gelegenheit für einen Angriff wahr, stoßen viele der Kämpfer die Klippen herunter, die mit dem Aufprall auf den harten Felsen ihr Leben ließen. Doch Kamehameha gewann, zwar mit einer kleineren Armee, aber dafür mit einem größeren Königreich.

Dole Plantation

DSC02786Die berühmte Marke ‚Dole‘ hat im Landesinneren von Oahu ihren Sitz. Dort kann man etwas über den Anbau von Ananas lernen, sich in einem riesigen Labyrinth verlaufen und mit einer kleinen Bimmelbahn über die Plantage fahren.  Im zugehörigen Souvenirshop kann man sich Ananasbonbons, Ananasschokolade und alles, was man sich sonst noch in Kombination mit Ananas vorstellen kann, kaufen. Außerdem gibt es dort superleckeres Eis aus frischen Ananas.

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Der Norden

Um von Waikiki einmal quer über die Insel hoch in den Norden zu kommen, benötigt man mit dem Auto nur eine knappe Stunde. Es kann allerdings sein, dass man den Süden mit strahlendem Sonnenschein verlässt und dann in den Bergen von strömendem Regen und tief hängenden, grauen Wolken überrascht wird. Die Temperatur bleibt dennoch zwischen angenehmen 20 und 25 Grad und die Regenfälle hören in der Regel auch so schnell auf wie sie gekommen sind.

IMG_2281Wenn man oben im Norden etwas Hunger bekommen sollte, dann folgt man dem Highway 83 einfach noch ein Stückchen in den Osten, bis man schließlich auf zahlreiche Shrimp Shacks stößt, die superleckere und frisch gefangene  Shrimps verkaufen. ‚Fumi’s Kahuku Shrimp‚ mit seinem Retrotrailer ist absolut zu empfehlen!

Laniakea Beach

Biegt man auf dem Highway 99 am nördlichen Ende rechts ab, kommt man auf den Highway 83, der direkt an der Küste entlang führt. Dieser Straße folgt man nur ein paar Minuten, bis man schließlich an den beiden „Schildkrötenstränden“ vorbeikommt: ‚Laniakea Beach‘ und direkt daneben ‚Turtle Beach‘. An diesen Stränden sind selbst im Sommer relativ hohe Wellen, sodass man nicht gemütlich baden kann.

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Aber zum Baden kommt man hier schließlich auch nicht her, sondern zum Schildkröten bewundern. Die ‚Grüne Suppenschildkröte‘ honu schwimmt hier von den nordwestlichen Hawaii-Inseln herüber und tummelt sich im Wasser direkt am Ufer. Wenn man ganz viel Glück hat, kommt man an diesen Stränden vorbei und eine Schildkröte liegt friedlich im Sand und schläft. Die Tiere verlassen das Meer meist für ein paar Stunden, um in Ruhe ihr Essen aus dem Ozean zu verdauen. Da würde man sich am liebsten einfach daneben legen!

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Waimea Bay & Waimea Valley

Das Waimea Valley (Eintritt: 16 $) ist ein riesiger botanischer Garten, in dem die Flora von Hawaii eindrucksvoll dargestellt wird und eine Oase der Ruhe ist. Die dschungelartige Vegetation besteht aus fast 5000 einheimischen und exotischen Pflanzen und es gibt zusätzlich alte hawaiische (nicht hawaiianisch!) Wohnhäuser zu bewundern.

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Ich habe hier meine Leidenschaft für die Pflanzenfotografie entdeckt und habe an jeder Ecke ein andere tolle Blüte vor die Linse bekommen. Solche Pflanzen gibt es bei uns einfach nicht zu sehen und sind absolut faszinierend. Manchmal entdeckt man dabei sogar ein perfekt getarntes Tier.

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Läuft man bis ans Ende des botanischen Gartens, gelangt man zum ‚Waimea Fall‘, einem Wasserfall, in dem man sogar schwimmen darf. Viele der Besucher waren nur aus diesem Grund hier. Das Wasser ist erfrischend und man kann sowohl bei Regen, als auch bei Sonnenschein hinein- nass wird man sowieso. Es gibt Lifeguards vor Ort und es ist Pflicht, eine Schwimmweste zu tragen.

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Shark’s cove

Fährt man weiter entlang der kleinen Küstenstraße, gelangt man schließlich zu ‚Shark’s Cove‘. Das Riff in dieser Bucht hat von oben die Umrisse eines Haies und hat daher seinen Namen verliehen bekommen. Man kann hier hervorragend Schnorcheln und Tauchen und dabei Meeresschildkröten, zahlreiche bunte Fische und manchmal sogar Weißschwanzriffhaie, zu denen man Abstand halten und sie nicht provozieren sollte, beobachten. Von hier aus ist auch eine der beliebtesten Taucherhöhlen Oahus zugänglich, die allerdings sehr tief und labyrinthisch ist, sodass man diese nur mit einem einheimischen Experten erkunden sollte.

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Wenn man kein Auto gemietet haben sollte, kann man auch ‚The Bus‘ nehmen, Linie 52 hält direkt davor. Insgesamt hat Oahu ein sehr gut ausgebautes Bussystem, mit dem man viele Sehenswürdigkeiten anfahren kann. Manche Wanderwege werden allerdings nicht angefahren.

Banzai Pipeline

Auf ganz Hawaii gibt es keinen berühmteren Surfspot als die ‚Banzai Pipeline‘. Die Wellen kommen vom Nordwesten und brechen perfekt zum Wellenreiten. An einem guten Tag findet man an kaum einem Platz der Welt bessere Wellen als hier. Dennoch gibt es nirgends ein Zeichen oder Schild, das einem verrät, wo man sich gerade befindet. Man erkennt diesen Ort als Nicht-Surf-Profi auch nicht an den Wellen, sondern am Parkplatz: Hier befinden sich nämlich ausschließlich einheimische Autos, von Surfern, die wissen, wie gut es hier ist.

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Im Sommer geht es hier allerdings recht ruhig zu und der Strand vergrößert sich durch die Sandmassen, die durch das Meer herangespült werden. Ein weiterer schöner Platz also, um die Seele baumeln zu lassen.

Sunset Beach

Dieser Strand eignet sich, wie der Name schon sagt, perfekt zum Betrachten von Sonnenuntergängen. Leider waren wir am Tag dort, sodass uns dieser Anblick nicht vergönnt war. Stattdessen gibt es einen wunderschönen, langen Sandstrand, der nicht allzu belebt ist und an dem man gut schwimmen kann, da die Wellen erst etwas weiter hinten im Meer brechen.

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Es gab im Jahre 1919 einen Investor, der den circa zwei Meilen langen Küstenabschnitt, an dem sich dieser und weitere Strände im Norden befindet, in kleine Parzellen aufteile und Interessenten, die sich hier ihren Traum vom Haus am Meer erfüllen wollten, anbot.  Er hatte den richtigen Riecher und verkaufte alle verfügbaren Strandhäuser in weniger als zwei Monaten – für insgesamt 46.000 $. Heute würde ein einziger Abschnitt das 25fache dieses Gesamtpreises kosten…

Hukilau Beach

IMG_2203Ein weiterer Strand, den wir durch Zufall entdeckt haben, als wir auf der Suche nach Sonnenschein waren. Hinter und vor uns lagen dicke, graue Wolken, doch genau über ‚Hukilau Beach‘ strahlte die Sonne. Ein schöner, flach abfallender Sandstrand, der allerdings, wie teilweise auch an den anderen Stränden im Norden, hohe Wellen ans Ufer schmettert. Schwimmen ist möglich, allerdings nur mit Festhalten aller am Körper befindlichen Kleidungsstücke.

Dies war der letzte Stopp auf der Route im Norden. Man kann nun von hier aus weiter in den Osten fahren oder die gleiche Strecke wieder zurück durchs Landesinnere nehmen.

Nordroute im Überblick

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Unter diesem Link kann man die einzelnen Teile der Route nochmal auf Googlemaps anschauen und gegebenenfalls nachfahren.

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Von Nordosten nach Südosten

Auf dieser Route im Osten wechseln sich tolle Hikes, die beeindruckende Aussichten bieten, mit wundervollen Stränden zum Schwimmen und Schnorcheln ab.

Kaiwa Ridge (Pillbox) Hike

DSC02705Diesen Wanderweg findet man nur, wenn man weiß, dass er existiert. Es gibt keinerlei Hinweisschilder, sondern nur einen gesprayten Text auf einem Baustellenschild, das in ein paar Wochen vielleicht schon wieder ganz anders aussieht.

Man gelangt zu diesem Weg, in dem man von Kailua aus in Richtung Lanikai fährt und dann rechts abbiegt und bis zum ‚Mid Pacific Country Club‘ fährt. Gegenüber des Golfclubs befindet sich der Eingang zum Trail. Parken ist allerdings nicht im Golfclub, sondern nur an der Straße möglich.

Der Trail ist nicht befestigt und beginnt mit einem sehr steilen Aufstieg im Wald. Da es sehr sandig ist und überall kleine Kieselsteine herumliegen, muss man aufpassen, dass man nicht abrutscht. Der Weg teilt sich an vielen Stellen und es ist nicht genau ersichtlich, wo man weiterlaufen muss. Im Zweifel einfach immer den nicht ganz so steilen Weg wählen, denn irgendwann treffen sich die Pfade wieder. Ich war noch nie so dankbar für den Wind, der den Aufstieg bei der Tropenhitze wenigstens ein bisschen erträglicher gemacht hat. Dieser Hike hat seinen Namen den Army-Bunkern, sogenannten pillboxes, zu verdanken, zu denen man hinaufwandert. Man wird mit einer tollen Aussicht auf den Strand von Lanikai und die beiden Moku Inseln belohnt.

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Lanikai und Waimanalo Beach

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Eben noch den Strand von oben bewundert, liegt man nun schon in seinem weißen Sand. Lange Strandspaziergänge bieten sich auf diesem wirklich puderweichen Sand sehr an und auch hier ist es nicht ganz so touristisch wie unten im Süden. Das Wasser glänzt türkisblau in der Sonne und lädt zum Abkühlen ein. Der perfekte Ort, um alles um sich herum zu vergessen.

Makapu’u Point Lighthouse Trail

DSC02959Man erreicht diesen Wanderweg von Waikiki aus nach ungefährt 45 Minuten, wenn man mit dem Auto entlang der Südküste bis in den äußersten Norden fährt.

Dieser Trail ist ein breiter und seit neuestem asphaltierter Weg, der direkt am Parkplatz beginnt. Er ist 3,2 Kilometer lang und man benötigt circa zwei Stunden für den Auf- und Abstieg. Wandert man einige Kurven bergauf, sieht man bald die benachbarten Inseln, unter anderem Molokai. In den Wintermonaten hat man außerdem die Chance, Buckelwale zu sehen.

Am Ende gibt es eine mehrstöckige Aussichtsplattform, die einen hervorragenden Rundblick bietet. Man sieht den langen, weißen Strand von Waimanalo und die steilen Berge vulkanischen Ursprungs. Auch der Blick aufs weite und tiefblaue Meer ist spektakulär.

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Sandy Beach

Sandy Beach ist breit, sehr lang und – natürlich – sandig. An diesen Strand dachte Barack Obama immer, wenn er in langen Sitzungen saß. Der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten wurde auf Oahu geboren und wurde schon des Öfteren von Touristen zufällig beim Wandern entdeckt.

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An diesem Strand brechen die Wellen perfekt, sodass sich es anbietet, sich etwas zu Essen von einem der Foodtrucks am Straßenrand zu kaufen und sich dann an den Strand zu setzen und den Surfern bei der Arbeit zuzuschauen. Es handelt sich beim Sandy Beach allerdings auch um einen der gefährlichsten Strände Oahus, da es hier sehr starke Strömungen gibt und die Surfer sehr schnell ins Meer zurückgezogen werden. Man fiebert auf jeden Fall mit ihnen mit und hat einen riesen Spaß und Respekt beim Zuschauen.

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Haunauma Bay

Diese Bucht sollte man entweder ganz früh oder ganz spät besuchen, da sich hier zur Kernzeit des Tages die meisten (asiatischen) Touristen tummeln. Meistens ist der Parkplatz bereits zu früher Stunde schon sehr voll, sodass man sich etwas weiter unten in einem Wohngebiet einen Ausweichparkplatz suchen muss. Von diesem läuft man dann circa 15 Minuten zum Eingang (Eintritt: 7.50$). Das Besondere an dieser Bucht  ist das riesige Korallenriff direkt am Ufer. Da dieses Highlight so viele Besucher anlockt, wurde die Besuchszahl mit bestimmten Eingangszeiten limitiert und ist dienstags zur Regeneration sogar ganz geschlossen.

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Man läuft vom Eingang aus einen kurzen Weg zur Bucht und kann sich dann unten die komplette Schnorchelausrüstung (ca. 20$) ausleihen. Leider wurden die Schritte zum Schutz des Riffs etwas zu spät eingeleitet: man sieht zwar einige farbenfrohe Fische, doch nur sehr wenige Korallen haben überlebt. Das Riff ist überwiegend grau, erinnert mehr und mehr an die erstarrte Lava, aus der es einst entstanden ist und nur selten blitzt noch eine intakte Koralle auf. Trotz der vielen Hinweisschilder gibt es eben immer noch zu viele Touristen, die achtlos und ohne Wertschätzung mit ihren Flossen auf ihnen herumtrampeln, bis bald vielleicht gar nichts mehr vom schönen Riff übrig ist.

 

Spitting Cave/ China Walls

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Weiter in Richtung Süden befindet sich ein Geheimtipp, der nur in wenigen Reiseführern zu finden und durch kein Hinweisschild vor Ort gekennzeichnet ist. Der Zugang zu diesen Klippen befindet sich mitten in einem Wohngebiet zwischen zwei Häusern. Es handelt sich hierbei um Felsformationen im Wasser, die ein bisschen an die chinesische Mauer erinnern.

Bei einheimischen Surfern ist dies ein beliebter Spot, der allerdings nur durch einen waghalsigen Sprung ins Wasser zu erreichen ist. Die Wellen schlagen hier mit einer solchen Gewalt ans Ufer, dass der Name ‚Spitting Cave‘ mehr als gerechtfertigt ist.

 

Diamond Head Crater

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Dieser Krater liegt schon fast im Süden der Insel und wird auf Hawaiisch leahi genannt. Man betritt diesen durch einen Tunnel und findet sich dann in einem sehr trockenen Kessel wieder. Man bezahlt hier einen kleinen Eintritt (1$ pro Fußgänger, 4$ pro Auto) und kann anschließend den Kraterrand hochsteigen. Auch hier befinden sich ein paar pillboxes, von denen man eine fantastische Aussicht auf Honolulu und das Meer hat. Man kann von Waikiki aus entweder zum Krater laufen (ca. 4-5 km) oder den Bus (Nummer 2 oder 23) nehmen, der nahe des Eingangs hält.

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Der 2,6 Kilometer lange Weg hoch und wieder runter dauert ungefähr zwei Stunden. Anfangs läuft man einen asphaltierten Weg entlang, der schließlich in einen steilen Wandweg, der um den Berg herumführt, übergeht. Man muss Stufen erklimmen und durch Tunnel gehen, die einen erahnen lassen, wie Menschen mit Platzangst sich fühlen müssen. Nicht nur aufgrund der Hitze sollte man hier eine sehr frühe oder sehr späte Tageszeit für einen Besuch wählen.

 

Die Ostroute im Überblick

vom nordosten in den südosten

Unter diesem Link kann man die einzelnen Teile der Route nochmal auf Googlemaps anschauen und gegebenenfalls nachfahren.


 

Im Westen von Oahu soll es nicht sehr sicher sein und die Autovermietungen warnen hier ganz besonders vor Autoeinbrüchen und -diebstahl. Hier verirren sich sehr wenige Touristen hin, da der Westen den Einheimischen „gehört“. Aufgrund dieser Tatsache haben wir uns dagegen entschieden, diesen zu erkunden. Es gibt aber auch dort schöne Strände und man kann einige kleinere Wanderungen unternehmen.


 

Und so schnell geht sie dahin, eine knappe Woche im Herzen Hawaiis. Sechs Tage reichen gut aus, um die Insel Oahu zu erkunden und einen Eindruck in diese paradiesische Welt zu bekommen. Wenn das Flugzeug dann auf dem Rückweg übers Meer fliegt und man einen Blick auf die anderen Inseln erhaschen kann, freut man sich schon auf den nächsten Besuch auf Hawaii. Und da man hier niemals Tschüss sagt, weil man sich immer wieder sieht, schließe ich mit den Worten: ALOHA!

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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Petra sagt:

    Eine tolle Reise! Wir haben oft in Kailua gewohnt und von dort aus die Insel erkundet.

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