Carmel by the sea

Ein kleines, süßes Örtchen an der Küste von Kalifornien, das zu einem Wochenendbesuch mit vielen Weintastings und Meer einlädt.


Unterkunft

fullsizeoutput_1b79Wir sind im ersten und ältesten Hotel von Carmel untergekommen: Dem Pine Inn. Man fühlt sich in die 20er Jahre mit viel rotem Samt und Blümchenmustern zurückversetzt. Es liegt perfekt im Zentrum der Stadt und somit ist alles fußläufig erreichbar, außerdem kann man kostenlos parken. Zum stolzen Preis von 200 Dollar pro Nacht bekommt man hier ein Zimmer, in dem sich sicher auch die Queen wohlgefühlt hätte.

Auf unseren Spaziergängen durch die Stadt haben wir noch weitere schöne Unterkünfte gefunden, die wir bei den nächsten Besuchen ins Auge fassen möchten: Zum einen handelt es ich um das ‚Normandy Inn‚ auf der Ocean Street, der Hauptstraße, die zum Strand hinunter führt. Es ist ein Hotel mit kleinen Cottages, in denen Urlaubsfeeling aufkommt.

Ein anderes Hotel im ähnlichen Stil, das direkt daneben liegt, ist das ‚Lamp Lighter Inn‘ mit etwas größeren Ferienhäuschen, die jeweils einen kleinen Garten dabei haben. Auch von hier sind es nur wenige Minuten zu Fuß zum Meer. Leider ist der Atlantik auch hier etwas zu kalt zum Baden, aber dafür kann man den Surfern oder auch den Ottern und mit etwas Glück auch Delfinen und Walen zuschauen.

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Wine Walk

Eine super Möglichkeit, die Weine der Region kennenzulernen, ist der sogenannte ‚Wine Walk‚. Man bekommt hier 10 Flights in Form von kleinen Kärtchen, die man in allen Wine Tasting Rooms einlösen kann. Je nach Weingut hat man hier die Auswahl zwischen 3-6 Weinen, die man probieren darf. Viele haben auch spezielle Angebote, wie beispielsweise: 2 Flaschen kaufen und dafür den Flight zurückbekommen. Insgesamt sind im Wine Walk 10 Tastings enthalten, die man allerdings auch einzeln in den Weingütern für 10-15 Dollar kaufen kann.

Carmel Road

Unser Favorit! Ein eher modernes, in Monterey ansässiges, Label mit einem Wine Tasting Room, der aussieht wie ein kleines Strandhaus. Alles ist in den Farben weiß und blau gehalten und man fühlt sich sofort wie am Meer. Hier hat uns der Riesling (22 $ pro Flasche) sofort überzeugt. Er schmeckt unheimlich fruchtig, ist aber dennoch säureorientiert und frisch. Der perfekte Sommerwein! Auch der Chardonnay und der Grauburgunder dieser Marke schmecken hervorragend. Mir persönlich schmecken Weine, die ‚unoaked‘, also nicht im Barriquefass gereift sind, wesentlich besser als jene, die zur Reifung in Eichenfässern gelagert wurden. Carmel Road hat im Gegensatz zu vielen anderen Weingütern in Carmel eine große Auswahl von diesen Weinen.

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Silvestri

Ein sehr kleines Weingut, das über einen eher kleineren Tastingroom im Boutiquestil verfügt. Im Wine Walk Tasting sind Chardonnay, Rose aus der Pinot Noir Traube, Pinot Noir und Syraz enthalten. Im Gespräch mit der Dame hinter dem Tresen konnten wir dann etwas über unsere Weinvorlieben plaudern und so entschied sich die Frau kurzerhand, eine andere Flasche, die normalerweise nicht ausgeschenkt wird, für uns zu öffnen. Mit dem ‚Late Harvest Chardonnay‘ hat sie leider genau ins Schwarze getroffen. Der fruchtig süße Dessertwein hat einen stolzen Preis von 45 $ pro Flasche und aufgrund des Wochenendfeelings, der super netten Beratung der Dame und der noch nicht genügend ausgelasteten Kreditkarte gepaart mit dem leicht beschwipsten Zustand haben wir ihn schließlich auch gekauft. Sehr gefährliche Kombination, aber ich freue mich jetzt schon, den Wein zu einem besonderen Anlass zu öffnen.


Kulinarisches

Der perfekte Ort, um zu frühstücken, ist ‚Katy’s Place‚. Hier gibt es Eggs Benedict in 20 verschiedenen Variationen, sodass man eine gute Grundlage für die anstehenden Weinverkostungen schaffen kann. Man kann hier leider nicht reservieren, aber nach einer kurzen Wartezeit von circa 10 Minuten bekommt man auch so einen Platz. Ich würde einen Platz auf der Terrasse empfehlen, da es im Innenbereich aufgrund der hohen Auslastung sehr laut und eng ist.

Wenn man über den Tag verteilt ein paar Häppchen zu sich nehmen möchte, bieten sich die zahlreichen Bäckereien im Zentrum an. Wer Geld sparen will, sollte sich zu ‚Kurtz Culinary‘ begeben. Hier gibt es regionale Leckereien von süßer Honigerdnussbutter bis zum Zwiebel-Barbecue-Chutney. An jeder Ecke sind Probierstände aufgebaut und wenn man eine Runde durch den ganzen Laden gedreht hat, ist man erstmal satt.

IMG_1734Zum Abendessen waren wir im kleinen italienischen Restaurant ‚Porta Bella‚, in dem es leckere selbstgemachte Nudeln sowie viele Weine aus den umliegenden Tastingrooms gibt. Die Gerichte kosten ab 20 Dollar, sind also nicht gerade günstig, aber schmecken wirklich hervorragend. Zu empfehlen sind die hausgemachten Pappardelle alla Carbonara.


Carmel  Beach

Zum Entspannen am Abend oder auch zwischen den Weintastings lädt der weiße, feine Sandstrand in Carmel ein. Er ist sehr weitläufig und hat etwas, was man in Kalifornien selten findet: Die Erlaubnis oder auch Duldung von Alkohol am Strand. Wenn man also den soeben gekauften Wein gleich probieren möchte, kann man das ohne schlechtes Gewissen und Verstecken in braunen Tüten hier tun. Cheers!

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