48 hours in Seattle

Nur 48 Stunden für eine Großstadt? Klingt stressig? Nicht, wenn man in Shellies AirBnB unterkommt, denn dieses Apartment liegt in der pulsierenden Mitte der Stadt und von dort aus sind so ziemlich alle Sehenswürdigkeiten Seattles in Laufnähe. In der zweitregenreichsten Stadt der Vereinigten Staaten gibt es einiges zu erleben- hier sind meine Highlights:

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Perfekter Start in den Tag

fullsizeoutput_1390Um gut in die meist doch sehr langen und laufintensiven Tage eines Städtetrips zu starten, empfiehlt sich ein ausgiebiges Frühstück in der ‚Dahlia Lounge‚. Das Restaurant mit ausgezeichnetem Service und empfehlenswerten Frühstücken befindet sich in der 4th Street und ist somit optimal gelegen, um die Sehenswürdigkeiten Seattles zu erkunden. Ähnlich gute Kritiken bekommt das Schwesterrestaurant ‚Lola‚, das direkt gegenüber liegt. Dort sollte man an Wochenenden aber auf jeden Fall vorher reservieren, wenn man keine Wartezeit in Kauf nehmen möchte (oder man geht dann eben einfach rüber ins Dahlia).


Pike Place Market

Unten an der Waterfront liegt der ‚Pike Place Market‚, auf dem es alles zu kaufen gibt, was man braucht oder auch nicht braucht. Es werden Fische herumgeworfen, man kann Weine probieren, frisches Obst und Gemüse kaufen, an den ersten Tulpen riechen oder heißen Applecider trinken. Dieser ist berühmt für den Staat Washington, der die größte Apfelernte der USA vorweisen kann (und er schmeckt super lecker!).

pike place market

Und wenn man sich nach dem bunten Treiben in der Markthalle in gemütlicher Atmosphäre etwas ausruhen (oder noch mehr Cider) trinken möchte, der sollte einen Abstecher in den Pike Pub direkt nebenan machen. Ein verwinkeltes Gebäude mit Wänden, die über und über mit Fotos und Plakaten bedeckt sind und zum Verweilen und Entdecken einladen.


Die erste Starbucks-Filiale

Seattle ist unter Kaffeeliebhabern dafür bekannt, dass hier im Jahre 1971 das Starbucks-Regime seinen Anfang nahm. Gegenüber des Pike Place Markets befindet sich die erste Filiale, auch ‚the Original Starbucks‘ genannt. Das Logo wurde im Laufe der Jahre allerdings geändert und so sieht man heutzutage nur noch die berühmte Meerjungfrau mit bedeckten Brüsten. Man erkennt die Filiale auch ohne sie zu suchen, da dort immer eine lange Schlange von Menschen ansteht, um einen der begehrten Lattes zu ergattern.

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The Gum Wall

Am Market Theater, direkt unter dem Pike Place Market, befindet sich eine Gasse, in der die Wände in Regenbogenfarben erstrahlen. Allerdings nicht von neuer Farbe, sondern von dort hingeklebten Kaugummis. Wer sich also auch dort verewigen möchte, der sollte fleissig kauen. Ich kann mich nicht entscheiden, ob es Kunst oder eklig ist- auf jeden Fall sehr faszinierend.

Die Tradition begann um 1993, als den Theaterschauspielern Münzen mit Kaugummis an die Wände geklebt wurden. Da der Zucker allerdings das Gemäuer angreift, wurde 2015 das erste Mal in der 20jährigen Geschichte der Gum Wall beschlossen, alle Kaugummis zu entfernen und  die komplette Gasse zu reinigen. Dabei wurden rund 1000 kg Kaugummi abgeschabt. Am Tag nach der Reinigung begann das Geklebe von Neuem…

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Pioneer Square

DSC01193Dieses Viertel, auch ‚Seattle’s original neighborhood‘ genannt, liegt südlich von Downtown und war früher das Herz der Stadt. Das Schöne an diesem Stadtteil ist seine danke dem Gold Rush sehr gut erhaltene Architektur aus der Renaissance, die sich mit allem neu Erschaffenen perfekt die Balance hält.

Der ‚Occidental Square‘ befindet sich inmitten dieses Viertels. Auf dem Platz findet sich sowohl ein Denkmal für alle Feuerwehrleute, die bei schlimmen Bränden ihr Leben gelassen haben, als auch ein Totem der Indianer wieder. Die totale Vermischung der Kulturen also und gerade das macht dieses Viertel so interessant.

Mittendrin stößt man dann plötzlich auf diese Oase der Ruhe, den Waterfall Garden Park ‚created and maintained for the people of Seattle‘. Ein Ort, der zum Entspannen einlädt und bei dem man mit etwas Glück auch ein paar Sonnenstrahlen tanken kann.

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Smith Tower

Der Smith Tower ist der älteste Wolkenkratzer der Stadt Seattle. Das 159 Meter hohe Gebäude war von seiner Fertigstellung im Jahre 1914 bis zum Bau der Space Needle 1962 das höchste freistehende Bauwerk an der Westküste der USA. Es hat 42 Stockwerke und ist nach seinem Erbauer, dem Schreibmaschinen- und Schusswaffenhersteller Lyman Cornelius Smith, benannt. Zwischen den ganzen anderen Wolkenkratzern geht er nun mittlerweile etwas unter. Zum Glück erkennt man ihn durch sein markantes Merkmal, die bleistiftartige Spitze auf dem Dach, doch immer wieder.

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Space Needle

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Die 22 $ Eintritt für dieses in nur einem Jahr erbaute Gebäude sind es auf jeden Fall wert. Es gibt verschiedene Einlasszeiten, um mit dem Aufzug bis ganz nach oben fahren zu dürfen und wir hatten Glück und konnten noch freie Plätze für eine Tour eine Stunde später ergattern.

Die Wartezeit kann man sich im direkt nebenan gelegenen MoPOP (Museum of Pop Culture) vertreiben, in das man für weitere 25 $ Eintritt quer durch die Musikgeschichte schweben kann. Außerdem kann man einen Abstecher zu ‚Chihuly Garden and Glass‚ machen, für das man Kombitickets zusammen mit dem Eintritt in die Space Needle kaufen kann.

 

Auf die Spitze der Space Needle kommt man – typisch amerikanisch- mit dem Fahrstuhl, ohne eine einzige Treppe erklimmen zu müssen. Der Ausblick von oben lohnt sich selbst dann, wenn das Wetter, wie so oft in Seattle, nicht mitspielt.
Man hat einen 360 Grad Blick über die ganze Stadt, den man im hauseigenen Restaurant auf über 100 Metern Höhe noch mehr genießen kann. Außerdem befindet sich hier oben auch einer der insgesamt 424 Starbucks-Filialen Seattles. Bei klarer Sicht kann man bis zur schneebedeckten Spitze des Mount Rainier am Rande der Stadt sehen.

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The Great Wheel

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Eine Sehenswürdigkeit, die mittlerweile einige Städte zu bieten haben, ist ein Riesenrad direkt am Wasser. Für 14 $ kann man hier ein paar Runden drehen und einen schönen Blick auf die Skyline und die vorgelagerten Inseln erhaschen.

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Auch bei Nacht ist Seattle sehenswert, ganz besonders, wenn man inmitten der ganzen Wolkenkratzern wohnt.

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So kann man also 48 Stunden in Seattle füllen. Ein Wochenende, um die wichtigsten Punkte der Stadt zu erkunden, reicht völlig aus.

Wenn man natürlich tiefer in die einzelnen Viertel und deren Geschichte eintauchen möchte, sollte man sich etwas mehr Zeit nehmen. Die wunderschöne Stadt ist es definitiv wert. Und nun: Auf die Couch kuscheln, den Klassiker „Email für dich“ mit Meg Ryan und Tom Hanks einlegen und dabei Fernweh bekommen..

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Die Sehenswürdigkeiten im Überblick

Auf dieser Karte ist der schöne große Spaziergang durch die Stadt noch einmal dargestellt:

Bildschirmfoto 2017-03-14 um 20.13.55

A- Shellies AirBnB

B- Breakfast at Dahlias Lounge

C- Space Needle / MoPOP / Chihuly Garden and Glass

D- The Great Wheel

E- Pike Place Market / Original Starbucks

F- Gum Wall

G- Smith Towers

H- Pioneer Square / Occidental Square

 

 

 

 

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